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Anerkennung für Rückblende

Denkmalpreis für das Mikwe-Haus in Volkmarsen

VON ELMAR SCHULTEN

Volkmarsen — Der Verein „Rückblende — Gegen das Vergessen- und sein Vorsitzender Ernst Klein sind in Wiesbaden von Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn mit dem Ehrenamtspreis des hessischen Denkmalschutzpreises ausgezeichnet Mit 2500 Euro wurde der engagierte Einsatz für den Erhalt des Mikwe Hauses im Steinweg 24 gewürdigt.

Das Gebäude, das inzwischen den Namen Gustav-Hüneberg-Haus trägt. wurde von den Vereinsmitgliedern in mühevoller Kleinarbeit zu einem veritablen Museum für das jüdische Leben in Nordhessen umgestaltet. Das Gebäude ist zugleich als Lernort für Schüler angelegt. Der insgesamt mit 24500 Euro dotierte Denkmalschutzpreis wird aus Mitteln von Lotto Hessen gespeist. Das Preisgeld für den Ehrenamtspreis wurde von der Hessischen Staatskanzlei gestiftet.

Jüdisches Leben in der Region, die Verfolgung der Juden und Begegnungen viele Jahre nach der Shoa werden im Gustav-Hüneberg-Haus am Steinweg dargestellt.
Mithilfe von Eigenmitteln, Zuschüssen, Spenden und Krediten ist es gelungen, das Gebäude in der Altstadt so umzugestalten, dass es auf drei Etagen wechselnde Ausstellungen sowie die Gelegenheit zur Forschung und zu Vorträgen zum Thema Jüdisches Leben bietet.

Im Keller wird die im wahrsten Sinne tiefe Verankerung des Judentums in der vom Katholizismus geprägten Kugelsburgstadt bezeugt:

Die Entdeckung des über 500 Jahre alten jüdischen Ritualbades (Mikwe) bot den Anlass für den Verein, sich um den Erwerb des Gebäudes zu bemühen. Innen wurde tüchtig saniert. Es gibt ein Lese-Café im Untergeschoss und ansprechend gestaltete Ausstellungsräume in den Obergeschossen. Geplant ist der Bau eines Aufzugturmes, über den die Obergeschosse barrierefrei erreicht werden können. Hinter dem Verein Rückblende stehen 200 Mitglieder aus dem Waldecker, Kasseler und Warburger Land.