Klimaschutzkonzept der Stadt Volkmarsen

KLIMASCHUTZTEILKONZEPT

Klimaschutz in eigenen Liegenschaften

Förderkennzeichen: 03KS6335

Zur nachhaltigen Sicherung unserer Lebensgrundlagen erfolgt die Weiterentwicklung der Stadt Volkmarsen stets auch im Einklang mit unserer Umwelt. Das Vorantreiben regenerativer Energien, sowie die nach Möglichkeit energetische Sanierung öffentlicher Einrichtungen und Liegenschaften sind Ausdruck hierfür. Der gemeinsam angesiedelte Bürgersolarpark zeigt modellhaft die Anwendungsmöglichkeit von Photovoltaiktechnologie.

Der Klimawandel und die eingeleitete Energiewende sind aktuelle Herausforderungen, die auch von den Kommunen ein aktives und zielgerichtetes Handeln verlangen. Die politischen Entscheidungsträger der Stadt Volkmarsen haben daher im Bestreben nach einem umfassenden und nachhaltigen Schutz der Umwelt bereits in 2011 die Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes beauftragt.

Das seinerzeit vorgelegte Konzept zeigte u.a. das theoretisch mögliche Potenzial zur Erzeugung von Strom und Wärme durch die Nutzung regenerativer Energieträger im Stadtgebiet auf. Gleichzeitig erfolgte eine konkrete Darstellung von Möglichkeiten zur Reduzierung des CO²-Ausstoßes, sowie zur Verringerung des Energieverbrauches. Abschließend wurden konkrete Handlungsempfehlungen in Absprache mit der Verwaltung erarbeitet, die die langfristige Optimierung des Energieverbrauches und Verringerung von CO²-Emmissionen zum Ziel haben.

Aufbauend auf dem ursprünglichen Klimaschutzkonzept hat die Stadt Volkmarsen im Jahr 2013 ein weiteres Teilkonzept „Klimaschutz in eigenen Liegenschaften“ auf den Weg gebracht. Dieses Teilkonzept wurde von der Probiotec GmbH, einem Unternehmen der Weyer Gruppe, erarbeitet und im August 2015 abgeschlossen. Das Teilkonzept liefert wesentliche Erkenntnisse über den energetischen Zustand der städtischen Gebäude und gibt mögliche Sanierungsvorschläge, nach zeitlichen und wirtschaftlichen Aspekten.

Die Stadt Volkmarsen wird in Fortführung bereits begonnener Vorhaben sowie unter Berücksichtigung der in den Konzepten aufgeführten Handlungsempfehlungen zeitnah, Schritt für Schritt im Rahmen der finanziellen und personellen Möglichkeiten, weitere Projekte zum Klimaschutz auf den Weg bringen. Um hier insgesamt erfolgreich zu sein, bedarf es aber insbesondere des Engagements und der Initiativen aus dem wirtschaftlichen und privaten Bereich. Jeder Einzelne kann hier durch kleine oder umfassende Maßnahmen seinen Beitrag zu einem umweltfreundlicheren Volkmarsen leisten.

Im Sinne einer für uns und den uns nachfolgenden Generationen weiterhin lebenswerten und intakten Umwelt hoffen wir auf ein breites Interesse an dem vorliegenden Konzept und wünschen uns bei der Umsetzung konkreter Maßnahmen eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten. Wir alle sind aufgefordert, auch künftig aktiv für den Schutz unserer Umwelt sowie dem verantwortungsvollen Umgang mit Energie einzutreten und sind überzeugt, dass das beiliegende Klimaschutzkonzept einen zentralen Beitrag dazu leisten wird.

Das komplette Klimaschutzkonzept, sowie das neu erstellte Teilkonzept Klimaschutz steht hier für Sie zum Download bereit:

Für interessierte Bürgerinnen und Bürger haben wir nachfolgend wesentliche Verlinkungen zum Thema Klima, Energie und Umweltschutz im Internet aufgeführt. Hier können Sie sich bspw. einen Überblick über Förderangebote im privaten Bereich verschaffen oder sich als Verbraucher über mögliche Einsparpotenziale informieren.

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

www.klimaschutz.de

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Projektträger Jülich

www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative will das BMUB die vorhandenen Potenziale zur Emissionsminderung kostengünstig erschließen. Die Internationale Klimaschutzinitiative unterstützt darüber hinaus Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel sowie zum Schutz klimarelevanter Biodiversität in Entwicklungs- und Schwellenländern. Für den nationalen Teil stehen 280 Mio. Euro, für den internationalen Teil 120 Mio. Euro zur Verfügung.

Das BMUB hat im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative sechs Teilprogramme aufgelegt. Der Projektträger Jülich setzt das "Förderprogramm für Kommunen, soziale und kulturelle Einrichtungen", die "Förderung von Klimaschutzprojekten für die Bereiche Wirtschaft, Kommunen, Verbraucher und Bildung" sowie die „Richtlinie zur Förderung von Klimaschutz in Masterplan-Kommunen“ um.

„Verbraucherzentrale Hessen“

http://www.verbraucher.de/home

Die Verbraucherzentrale Hessen bietet Informationsmaterial und günstige, persönliche Beratung zum Thema Energie. Bei der Energieberatung beraten Fachleute zu den Themen Heizen, Wärmedämmung, Strom sparen und energieeffiziente Geräte, erneuerbare Energiequellen sowie Fördermöglichkeiten. Es handelt sich um eine anbieterunabhängige Erstberatung. Es wird auch über Förder-möglichkeiten informiert. Das Angebot „Stromdiebe im Haushalt“ ermöglicht Privatleuten das Messen von Stromverbräuchen mittels eines Messgerätes. So können energieintensive Geräte identifiziert werden. Gegebenenfalls können sich Neuanschaffungen lohnen. Das Informationsmaterial reicht von Fachliteratur bis zu Unterrichtsmaterialien und kann zielgruppenspezifisch ausgewählt werden.

Onlineportal „Zukunft Haus“

http://www.zukunft-haus.info/

Es handelt sich um ein kostenfreies Online-Beratungsangebot. Dabei werden drei Zielgruppen unterschieden.

Verbraucher können anhand interaktiver Rechenbeispiele Heizenergie- und Stromverbrauch überprüfen und statistisch erfassen. Zusätzlich gibt es umfassendes, videogestütztes Informationsmaterial zu Themen wie Energie sparen, energetische Sanierungsmaßnahmen, Energieausweis und Fördermöglichkeiten. Des Weiteren können über das Portal Fachberater aus-findig gemacht werden.

Planerund Handwerker finden Statistiken, Gesetze und Verordnungen sowie Informationen zu Baukosten, Wirtschaftlichkeitsberechnungen, Anlagentechnik und Fördermöglichkeiten vor. Zudem können Publikationen zu den Themengebieten käuflich erworben werden. Ähnliches gilt für die Sparte „Unternehmen & Öffentliche Hand“ mit entsprechend angepasster Ausrichtung des Informationsmaterials. Zusätzlich können zielgruppenspezifische Publikationen, wie Flyer oder Fachbücher erworben werden.

Onlineportal „Hessische Energiespar-Aktion“

http://www.energiesparaktion.de/

Bei dem Onlineportal „Hessische Energiespar-Aktion“ handelt es sich um eine Kooperation zur Förderung der Energieeinsparung bei Alt- und Neubauten. Durch ein kontinuierliches und umfangreiches Informationsangebot werden Entscheidungsgrundlagen für Hauseigentümer rund ums Gebäude geschaffen.

Im Mittelpunkt dieser Aktion steht die Heizenergieeinsparung im Altbau. In Hessen gibt es rund 2,3 Millionen Altbauwohnungen. Bei fast der Hälfte handelt es sich um Ein- und Zweifamilienhäusern. Insgesamt ergibt sich so ein enormes Einsparpotenzial. Das Portal soll Eigentümer informieren und Kooperationen erleichtern.

Über das Portal lassen sich auch Energieausweis und der Energiepass Hessen beauftragen. Neben Hauseigentümern eignet sich das Informationsportal auch für Kommunen. Hier können Ausstellungen und Vorträge gebucht werden. Zudem besteht die Möglichkeit, Energiekarten im Layout der Gemeinde zu gestalten. Des Weiteren können in Kooperation Sonderaktionen wie „Stromerzeugen im Heizungskeller - die neue BHKW-Technik“ oder „Dachdämmung“ in der Gemeinde selbst initiiert werden.

Abschlussbericht Klimaschutzteilkonzept Stadt Volkmarsen

2015_08__Volkmarsen_Abschlussbericht_final.pdf