Herbsen

Der Stadtteil Herbsen zählt rd. 320 Einwohner und ist hauptsächlich landwirtschaftlich strukturiert.

1970 wurde Herbsen im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" zum schönsten Dorf Hessens gewählt.

Herbsen ist ein malerisch gelegener Ort am Rande des „Volkmarser Beckens“. Reizvolle Fachwerkhäuser gruppieren sich um eine kleine Barockkirche aus dem Jahre 1655. Die Kirche ist im Besitz einiger wertvoller alter Gemälde, ebenso eines vergoldeten Kelches aus dem Jahre 1400 und eines Hostientellers aus der gleichen Zeit.

Geschichtlich gesehen ist der Ort schon über 1000 Jahre alt. Er wird erstmals erwähnt in einem Verzeichnis des Klosters Corvey um 900 nach Christus. In den Jahren 1348 bis 1351 starben die Einwohner von Herbsen durch die Pest aus und der Ort lag annähernd 100 Jahre wüst. Im Jahre 1476 wurde Herbsen von den Waldecker Grafen den Antoniter-Mönchen in Grünberg übereignet mit der Auflage, hier landfremde Siedler anzusiedeln. 1526 wurde das Dorf mit seinen Einwohnern wieder Eigentum des Waldecker Grafen, da durch die Reformation die Klöster in Waldeck enteignet wurden.

Auch ist Herbsen und seine Umgebung vorgeschichtlich äußerst interessant. In den Wäldern befinden sich Siedlungsreste aus der Steinzeit sowie über 40 erhaltene Hügelgräber aus der Bronzezeit. Nach der Jahrhundertwende wurden hier viele Funde aus der ersten Besiedlungszeit gemacht. Außerdem befinden sich in den Wäldern Menhire, Opfersteine und Steinbilder.