Geschichte der Stadt Volkmarsen

Volkmarsen um 1605

Erstmals erwähnt wird Volkmarsen im Jahr 1155.

In einer Bulle des Papstes Adrian IV. aus dem Jahre 1233 taucht der Name Volkmarsen in einem Schutzbrief von Papst Gregor IX. auf und wird erstmals als Stadt (oppidum) bezeichnet. Es scheint jedoch sicher zu sein, dass die Stadtrechte vor dieser Erwähnung verliehen wurden.

Um das Jahr 1200 wurde die Kugelsburg erbaut!

Nachdem Volkmarsen Ende des 11. Jahrhunderts mainzisches Lehen der Grafen von Everstein war, die um 1200 die Kugelsburg erbauten (übrigens keineswegs zum Schutz der Stadt; vielmehr gab es des öfteren Streit und Auseinandersetzungen zwischen beiden), wurde es in der Mitte des 12. Jahrhunderts ein Amtshof des Klosters Corvey.

Bereits 1277 hatte die Stadt eine eigene Münzstätte, eine eigene Gerichtsbarkeit und Marktrechte.

Bau der Marienkirche im 13.Jahrhundert

Katholische Kirche

Etwa im dritten Viertel des 13. Jahrhunderts, wahrscheinlich um 1260, wurde mit dem Bau der Kirche St. Marien begonnen. Vorher bestand eine Kirche, die dem Hl. Laurentius gewidmet war und deren Reste heute noch an der "Vikarie" zu sehen sind. Sicher ist, daß diese frühere Kirche zunächst Kapelle oder Filiale der Kirche zu Wittmar (die noch 1499 bestand) und dem dortigen Pfarrer unterstellt war, im Laufe der Zeit aber wohl zu klein wurde oder nicht mehr den Ansprüchen der Volkmarser Bürger genügte.

1632 wurde die Kirche St. Marien während des 30-jährigen Krieges von hessischen Truppen ausgeraubt und brannte völlig aus. Unter erheblichem Aufwand der Bürgerschaft erfolgte 1669 eine großzügige Erneuerung und Renovierung.