Anliegen A-Z: Auskunfts- und Übermittlungssperren

Beschreibung

Wenn Sie aus bestimmten Gründen nicht wollen, dass persönliche Daten von Ihnen weitergegeben werden, haben Sie die Möglichkeit, eine Auskunfts- oder Übermittlungssperre zu beantragen.


1. Auskunftssperre (§ 34 Abs. 5 HMG [Hess. Meldegesetz]).
Sie wird auf Antrag eingetragen, wenn die Betroffenen glaubhaft machen, dass Ihnen oder anderen Personen durch eine Auskunft Gefahr für Leben, Gesundheit, persönliche Freiheit oder ähnliches droht.
Diese Auskunftssperren gelten jedoch nicht gegenüber Behörden und können auch gegenüber Privatleuten aufgehoben werden, beispielsweise wenn ein Gläubiger eine Anschrift benötigt, weil er Forderungen hat.

Hinweis: Das Beantragen einer solchen Sperre ist in der Regel nur sinnvoll beim Bezug einer neuen Wohnung.

Die Auskunftssperre ist befristet auf 2 Jahre.
Sie können schriftlich eine Verlängerung der Auskunftssperre beantragen.


2. Übermittlungssperren

Folgende Übermittlungssperren können formlos, ohne Angabe von Gründen beantragt werden:

• gegenüber einer öffentlich-rechtlichen Religionsgesellschaft,
der man nicht selbst, aber der ein Familienmitglied angehört.

• gegenüber Adressbuchverlagen

• Sperre für Alters- und Ehejubiläumsdaten

• gegenüber Parteien und ähnlichen Trägern von Abstimmungen

• Auskunftserteilung über das Internet

• Direktwerbung/ Recht auf informationelle Selbstbestimmung (§ 6
MRRG/§ 7 HMG)

• Widerspruch gegen die Übersendung von Informationsmaterial durch
das Bundesamt für Wehrverwaltung an Personen mit deutscher
Staatsangehörigkeit, die im nächsten Jahr volljährig werden(§18
Abs. 7 MRRG, § 2a 2.BMeldDÜV)

Die Übermittlungssperren sind unbefristet gültig.
Kosten

Es entsteht keine Verwaltungsgebühr.


Formulare